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Für Tierhalterinnen und Tierhalter
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Akupunktur bei Tieren

Was passiert, wenn mein Tier akupunktiert wird?

Bei der Akupunktur setzt die Tierärztin oder der Tierarzt sehr feine Nadeln an genau festgelegten Punkten des Körpers. Nach der Traditionellen Chinesischen Veterinärmedizin (TCVM) liegen diese Punkte auf Meridianen, den Leitbahnen der Lebensenergie. Ziel ist es, den Energiefluss wieder ins Gleichgewicht zu bringen und so die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Je nach Fall werden die Nadeln zusätzlich mit schwachem Strom stimuliert (Elektroakupunktur).

Aus Sicht der modernen Medizin reizen die Nadeln Nervenendigungen im Gewebe. Die Signale laufen über das Rückenmark ins Gehirn und wirken dadurch örtlich und im ganzen Körper: Lokal lösen sich Muskelverspannungen und die Durchblutung verbessert sich, im ganzen Organismus werden Botenstoffe und Hormone freigesetzt.

Einsatzgebiete

Wann wird Akupunktur eingesetzt?

Bewegungsapparat

Arthrose, Rückenprobleme und Verspannungen gehören zu den häufigsten Gründen für eine Akupunktur. Die Behandlung kann Muskelverspannungen lösen, die Durchblutung fördern und Schmerzen lindern – viele Tiere bewegen sich danach wieder freier.

Chronische Beschwerden

Auch bei länger andauernden Erkrankungen innerer Organe, etwa der Nieren, der Leber oder der Bauchspeicheldrüse, wird Akupunktur eingesetzt. Aus Sicht der TCVM geht es darum, das Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen.

Begleitend zur Therapie

Akupunktur lässt sich gut mit schulmedizinischen Therapien oder Physiotherapie kombinieren. Sie ersetzt eine notwendige Behandlung nicht, kann sie aber sinnvoll ergänzen.

Wichtig: Akupunktur ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei akuten Beschwerden, Schmerzen oder Verhaltensänderungen bitte immer zuerst eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufsuchen.
Ablauf

Wie läuft eine Behandlung ab?

01

Untersuchung und Befund

Am Anfang stehen ein ausführliches Gespräch und eine gründliche Untersuchung. Die Tierärztin, der Tierarzt oder die Therapeut:in klärt ab, was hinter den Beschwerden steckt, und entscheidet dann, ob und an welchen Punkten akupunktiert wird.

02

Die Behandlung

Die feinen Nadeln haben keine Schneide: Beim Einstechen schieben sie das Gewebe zur Seite, statt es zu verletzen. Die meisten Tiere spüren dabei kaum etwas, höchstens einen dumpfen Druck, wenn die Nadel die richtige Tiefe erreicht. Viele entspannen sich während der Sitzung spürbar.

03

Verlauf und Kontrolle

Die Wirkung baut sich meist über mehrere Sitzungen auf. Viele Tiere gewöhnen sich rasch an die Behandlung und schlafen nach einigen Besuchen sogar dabei ein. Die Fachperson beurteilt den Verlauf regelmässig und passt die Behandlung an.

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